Ausgangssituation

Ausgangssituation

Eine hohe Terminetreue bei hoher Auslastung, geringen Beständen und niedrigen Durchlaufzeiten – das sind die logistischen Ziele eines jeden Unternehmens. Allerdings erreichen vor allem viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) diese Ziele nicht. Dass die Probleme der Produktionsplanung und -steuerung (PPS) nicht allein durch die Entwicklung und den Einsatz von Softwarewerkzeugen lösbar sind, ist mittlerweile in Wissenschaft und Praxis bekannt. Offensichtlich existieren noch weitere Gründe für die auftretenden Leistungsdefizite, die im Allgemeinen als organisatorische Stolpersteine der PPS bezeichnet werden.

Ein Problem besteht darin, dass die involvierten Mitarbeiter (Akteure) keine Berücksichtigung in den PPS-Systemen finden. Und das, obwohl sie über viele qualitative Merkmale, wie z. B. Flexibilität, verfügen. In der Regel bringen die Akteure eine hohe Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft mit. Sie arbeiten eigeninitiativ und reagieren flexibel, wünschen sich aber auch die Möglichkeit zur Selbstentfaltung. In Fertigungssteuerungsverfahren werden den Mitarbeitern jedoch kaum Freiheitsgrade für die Durchführung ihrer Aufgaben eingeräumt. Viele Verfahren bieten daher bislang ungenutzte Potenziale. Die Einbeziehung des Verhaltens und der Leistung der einzelnen Akteure kann somit zur logistischen Zielerreichung beitragen.

Anreizsysteme spielen eine wichtige Rolle auf der Produktionsebene. Aufgrund ihrer Persönlichkeit, ihrer Bedürfnisse und ihrer Fähigkeiten reagieren die Mitarbeiter jedoch unterschiedlich auf externe Anreize und Motivationsinstrumente.